Posaunenchor

Posaunenchor (oder PoCho oder einfach PC) CVJM-Feuerbach, gegründet 1922 von Paul Haag: Egal, ob jung, ob alt – alle sind herzlich willkommen. Wer z. B. neu nach Feuerbach zieht, früher schon einmal Posaune oder Trompete geblasen hat, jetzt wiedereinsteigen will – super, dann kann man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und gleich ein paar neue Leute kennenlernen.
Wir proben in der Regel jeden Dienstag-Abend ab 18:30 Uhr im Kapfenburgsaal, Kapfenburgstraße 80. Am Besten vorher sich kurz melden: Ansprechpartner Volker Süssmuth, Tel.: 0711 / 85 09 35 oder
Email an

Aus der Chronik
1922: Nachdem Paul Haag gemeinsam mit anderen 4 Posaunisten aus Feuerbach das Blasen beim Chor der christlichen Bäckervereinigung erlernt hat, beschlossen sie, innerhalb des Feuerbacher CVJMs einen eigenen Posaunenchor zu gründen.
1924: Die Zahl der aktiven Chormitglieder ist bereits auf 16 angestiegen.
1935: Der „Bläservater“ Johannes Kuhlo, der die Idee zur Gründung christlicher Bläservereinigungen als Gegenpol zu den weltlich orientieren Blaskapellen hatte, besucht den CVJM Feuerbach. Der Feuerbacher PC bestand zu diesem Zeitpunkt nur noch aus wenigen älteren Bläser, da die jungen Leute in die Hitlerjugend eingegliedert waren.
1947: Der CVJM Stuttgart schenkte dem PC des Feuerbacher CVJMs eine Tuba und ein Tenorhorn, die Zahl der Bläser stieg wieder auf 16 an.
1958: Innerhalb weniger Wochen scheiden beinahe alle Bläser aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen aus. Der CVJM Feuerbach reagiert und gründet einer Jungbläsergruppe mit 28 Personen.
1979: Ein Rekordjahr: Der PC verzeichnet mit 29 Mitgliedern ein Rekordjahr. Leider hielt dies nicht lange, seither ging es personell steil bergab.
1989: Wieder ein Rekordjahr, dieses Mal gemessen an den Jahresauftritten: 32 Einsätze konnten die 17 Mitglieder und 2 Jungbläser in der Jahresbilanz aufweisen.
1997: Der PC feiert seinen 75. Geburtstag mit 11 Mitgliedern, von denen immerhin bis heute noch drei aktiv sind.
2007-2009: Der vorläufig letzte Versuch zur Nachwuchsgewinnung endet, nachdem sich die 5-köpfige Jungbläsergruppe auflöst.
2010: Hans-Ulrich Heimgärtner, mit 20 Jahren Chorleitung der Rekordhalter unserer Chorleiter, muss sich gesundheitlich bedingt kurzzeitig ganz aus dem aktiven Bläserdienst zurückziehen.
2012 Der Posaunenchor des CVJM-Feuerbach feiert sein 90-jähriges Jubiläum.
2016: Endlich wieder „Zuwachs“ im Posaunenchor durch eine beruflich nach Feuerbach gezogene junge Trompeterin.
2017: Der 95. Geburtstag des Posaunenchores wird durch besondere Veranstaltungen ganzjährig besonders gewürdigt: Bezirksposaunentag inklusive Ständchen durch Christof Schmid/Bläserreferent der Evangelischen Jugend Stuttgart mit Posaune und Kirchenmusikerin Christine Marx am Klavier, Konzert des Bläserteams des Evangelischen Jugendwerks
2018: Unser langjähriges treues Mitglied und „gute Seele“ des CVJM Posaunenchores Werner Haag verstarb.
2020: Im Februar schlagen wir nochmals kräftig auf die Pauke mit der Aktion “ Von Tuten und Blasen keine Ahnung?“ zum Anwerben neuer Bläser-Interessierter. Und in der anschließenden Corona-Zwangspause melden sich tatsächlich ein paar Leute: Mittlerweile haben 3 JungbläserInnen Online-Anfängerunterricht. Und auch der „große“ Chor hat mit einem professionellen Trompeter im Dirigentenamt und zwei jugendlichen Sopranspielern eine Verjüngung erfahren.
2020: Gottesdienst am 1. Advent an der Stadtkirche. Coronabedingt in Open-Air-Form auf Abstand. Und der erste Auftritt des verjüngten Posaunenchores unter Leitung von Nicolai Jakesch. Danach: Corona-Pause, immerhin war in 2-er Besetzung auch Turmblasen im Advent und an Heiligabend möglich.
2021: Endlich fand wieder ein gemeinsamer Auftritt im „Doppel-Pack“ in den Oster-Gottesdiensten im Hof der Stadtkirche und im Garten der Gustav-Werner-Kirche.
Und seit April ist Nicolai Jakesch offiziell dank finanziellem Engagement der Kirchengemeinde fester Leiter des gemeinsamen Feuerbacher Posaunenchors.
Trotz oder wegen Corona gab es rekordverdächtig eine hohe Zahl (14!) an Auftritten, da viele Gottesdienste unter freiem Himmel stattfanden, und dort klanglich lautes Blech zur Musikbegleitung gut tut. Die Bilanz: 2 Oster-Gottesdienste, 2 Frühlings-Gottesdienste, 1 Himmelfahrt-Gottesdienst, 2 Konfirmations-Gottesdienste, 1 Gottesdienst zur Investitur von Herrn Pfarrer Jens Keil, 1 Tauf- Gottesdienst beim CVJM-Sommerfest, 1 Erntedank-Gottesdienst, 1 Gottesdienst auf dem Friedhof am
Ewigkeitssonntag, an Heiligabend 2 Gottesdienste und zwischendrin wieder in 2-er Besetzung das reaktivierte Turmblasen.
Und parallel laufen im „Tiefblech“ (Tenorhorn, Bariton, Tuba, Posaune) diverse
„Jungbläser-“Ausbildungen für motivierte Anfänger!
Zudem erfreulich: Im Sommer konnte im Garten des Kapfenburgsaals Corona-regelkonform ein nettes „PC-Familien-Treffen“ zusammen mit Angehörigen der BläserInnen und Vertretern von CVJM und Kirchengemeinde stattfinden.
2022: Wir durften alle ein tolles rundes 100. Jubiläum erleben, das mit vielen Auftritten in Präsenz-Form gefeiert werden konnte. Los ging es im Januar mit einem Festgottesdienst noch unter strengen Corona-Auflagen (kein Gemeinde-Gesang, nur 30 Minuten Dauer, Bläser in 2 m Abständen), umso schöner, dass der Gottesdienst gut besucht war und auch Gastbläser aus dem Kirchenkreis mitwirken
konnten. Anfang April ein trauriger Auftritt bei der „Entweih-Zeremonie“ der Lutherkirche, die mangels Bedarf und hohen Kostenaufwand in das Eigentum der Landeshauptstadt Stuttgart übergeht.
Am Ostermorgen standen dann gleich Gottesdienste auf dem Programm. Und im Frühjahr konnten wir endlich wieder eine Konfirmation musikalisch mitgestalten, bei der wieder auch ein Bläser konfirmiert wurde. Neben weiteren traditionellen Auftrittsterminen (dazu vgl. unten) gab es folgende besondere Höhepunkte: Der Schwäbische Posaunendienst des EJW unter Leitung von Landesposaunenwart
Hans-Ulrich Nonnenmann war zu Gast, der selbst allen Feuerbacher BläserInnen eine Urkunde mitgebracht hat. Die Urkunde für den Posaunenchor selbst für 100-jähriges Bestehen überreichte dann Bezirksposaunentag Martin Ströbel anlässlich des CVJM-Sommerfest-Gottesdienstes. Unsere JungbläserInnen nahmen zudem im Juli beim Jungbläser-Festival auf dem Heilbronner Gaffenberg teil – endlich wieder nach langer Coronapause wieder ein EJW-Event! Besonders schön: Württembergs jüngster teilnehmender Jungbläser kommt aus Feuerbacher – unser siebenjähriger B., er seit Mai 2022 Trompete bläst! Zum letzten Mal fand am Ende der Sommerferien dann der CVJM-Flohmarkt in gewohnter Weise auf der Kirbe statt; ein würdiger Anlass, dass zum ersten Mal auf der Kirbe der Posaunenchor ein kleines musikalisches Rahmenprogramm darbot. Nach dem Erntedank-Gottesdienst in der GWK gab es dann noch drei Gelegenheiten zu gemeinsamen Auftritten zusammen mit unseren
Jungbläsern: Martinsumzug, Baumanleuchten vor dem 1. Advent und die CVJM-Mitarbeiter- Weihnachtsfeier.
2023: Seit 2023 haben wir ein neues Erlebnis im PoCho-Kalender fest eingetragen: Am Reformationstag bringen wir vom Turm der Stadtkirche St. Mauritius sämtliche Lieder zum erklingen, die Martin Luther mit Text und/oder auch Melodie/Satz verfasst hat.
2024: Zum ersten Mal in der Geschichte des FeuerbacherPoCho waren sowohl bei der vorbereitenden Bezirksbläserfreizeit als auch dem Konzert „Starkes Blech“ des Stuttgarter Kirchenkreises mehr als ein Feuerbacher Bläser mit dabei.
2025: Das Jahr 2025 bot viele musikalische Höhepunkte: Los ging es im Januar mit einem Festgottesdienst anlässlich 950-Jahr-Feuerbach-Feier, bei dem wir zusammen mit dem Nordstuttgarter Kirchenblech, der Mauritius (Jugend-)Kantorei und dem Singchor der katholischen Kirchengemeinde musiziert haben. Und bei den Bläserstücken wurden wir vom Schlagzeuger des Musikvereins Stadtorchester Feuerbach schlagkräftig unterstützt – unter anderm Händels „Singt unserem Gott“ erschallte prächtig mit Pauken und Trompeten (und Posaunen, Hörnern, Tuben) in der Stadtkirche St. Mauritius. Weiter ging es mit besonderem Klangerlebnis im Frühjahr, als wir als PoCho zum ersten Mal bei der Feuerbacher Kulturnacht musikalisch mitgemacht haben. Passenderweise gab es u.a. Händels Wassermusik-Suite in den großen mächtigen Hallen der Waschanlage von Mr. Wash Feuerbach. Später waren einige usnerer BläserInnen zusammen mit vielen, vielen tausenden BläserInnen sozusagen beim persönlichen blechbläsernen Abschied von Landesposaunenwart Hans-Ulrich Nonnenmann und zweier weiterer EJW-Bläserreferenten, die beim 50. Landesposaunentag in Ulm ein letztes Mal den Taktstock hauptamtlich für die große württembergische Bläserfamilie geschwungen haben.

Die ehrenamtlichen Chorleiter bzw. Chorverantwortlichen seit 1922 waren …
Paul Haag (1922-1934), Rudolf Walter, Karl Eberhard, Theodor Hoffmann, Karl Müller, Georg Schramme, Johannes Meding, Gerhard Weber, Hartmut Kaufmann, Martin Diebold, Hermann Trefz, Eckhard Schneider, Helmut Schöler, Konrad Kammerer, Helmut Schöler, Werner Haag (1984-1991), Dieter Klaiber, Hans-Ulrich Heimgärtner (ab 1991-2020), Volker Süssmuth (Organisation seit 2010), professionell seit 2021 Nicolai Jakesch
Wer sind wir aktuell?
Eine bunt gemischte Gruppe, und vor allem: seit 2020 wieder stark wachsend.
So kamen 2020 zwei jugendliche Trompeter und ein Profitrompeter zu uns, 2021 dann noch ein jugendlicher Posaunist und eine Verstärkung mit Flügelhorn im Alt, und im Jubiläumsjahres 2022 ein weiterer jugendlicher Posaunist und sogar im Bass mit Bariton eine junge Studentin und im Frühjahr 2023 noch eine Studentin mit Trompete. 2024 folgten eine sog. EBA (Erwachsene Bläseranfängerin) mit Posaune und zum ersten Mal in der Geschichte der Evangelischen Kirchengemeinde ein aktiver Pfarrer: Der geschäftsführende Pfarrer hat intensiv unterstützt vom Tubisten des Nordstuttgarter
Kirchenblechs mit Einzeljungbläserunterricht geübt, und so die lang im Schrank liegende Tuba zu neuem Leben erweckt. Im Frühjahr 2025 ist ein junger Mensch mit Downsyndrom bei uns eingestiegen – darüber sind wir besonders glücklich und stolz, dass er nun in unserem „Tiefblech“ mit Tenorhorn mitmusiziert, und über den Sommer 2025 wurde er dabei unterstützt von einem jungen Universal-Blechbläser, der plötzlich in Feuerbach aufgeschlagen ist und je nach Bedarf in allen Stimmen spielen/helfen kann und seit Oktober 2025 im Rahmen der Ganztagesbetreuung eine Bläser-AG an der Hohewart-Grundschule in Kooperation mit der Kirchengemeinde durchführt. Seit
Frühsommer unterstützt uns bei geeigneten Auftritten gelegentlich nun ein Cajonist. Und im zweiten Halbjahr 2025 hat auch unser Tiefblech nochmals Verstärkung durch eine Posaunistin und einen Tenorhornisten erhalten.
Und wir werden seit 2020 professionell geführt:
Ein Dank an die Kirchengemeinde und Kirchenmusikerin Christine Marx und unserem PC-Leiter Nicolai Jakesch. Dank gebührt auch dem CVJM, der die Bläserarbeit nach wie vor finanziell fördert, zum Beispiel bei Notenbeschaffung, Instrumentenwartung, gemeinsamen Aktionen wie z. B. Teilnahme am Landesposaunentag des EJWs.


Unsere regelmäßige Auftritte mit dem Posaunenchor Feuerbach:
Traditionellerweise sind wichtige jährliche Termine für den Posaunenchor die Ostermorgenfeier auf dem Friedhof sowie die Gottesdienste an Himmelfahrt, beim CVJM-Sommerfest, beim Kelterfest des WOGV, beim Herbstansingen in den Weinbergen mit dem WOGV, der Abschluss des Laternenumzuges am Martinstag, das Musizieren am Ewigkeitssonntag auf dem Friedhof sowie das Kurrendeblasen in der Adventszeit bei verschiedenen Anlässen.

Und was gibt’s sonst noch zu sagen?
Und alle derzeit geplanten Aktivitäten und Auftritte sind auf der Homepage der Kirchengemeinde
Feuerbach aufgeführt unter https://www.gemeinde.feuerbach.elk-wue.de/ und
https://www.gemeinde.feuerbach.elk-wue.de/musik-2/cvjm-posaunenchor/.